Weit nach Mitternacht wieder unbeschadet aus der
Schlagerwelt zurück gekehrt.
Dort musst hin, da sind immer Superfrauen, hatte mich der Herr Arbeitskollege, der die Veranstaltung moderierte, vor einer Woche widerspruchslos überzeugen können.
Alle da, außer den Häschen...
Aber, wenn ich auftauche sind die Verhältnisse andere. Wo waren sie, die Schlagerhäschen…hatten wohl alle was bessers vorgehabt an diesem Abend. Selbst mit einer Lupe hätte man sie nicht finden können, denn sie waren schlichtweg nicht anwesend.
Zwei Damen, die eine etwa Mitte 40, die andere 50+, gesellten sich zu uns an den Stehtisch und es entwickelte sich eine locker-heitere Unterhaltung, die sogar einmal in den Schunkelmodus überging (hoffentlich hat mich niemand gesehen...).
Spätherbstliche Gedanken
Wir chauffierten die Damen, die aus der Bundeshauptstadt angereist waren, hinterher sogar in ihr Quartier. (Weil wir einfach nett sind, mein Freund und ich.)
Vielleicht sehen wir und ja morgen? Noch ein letzter Versuch beim Verabschieden uns heute wiederzusehen beim Fantreffen mit den Schlagerstars. (Na, übertreiben wollen wir die zart aufkeimende Liebe für den Schlager nun doch nicht. Ich muss ja meinen musikalischen Ruf nicht gleich an einem Abend ruinieren.)
Plötzlich hatte ich wieder dieses deprimierende Gefühl, im Spätherbst meines Lebens zu stehen. Wie bereits vor einigen Tagen, als ich im Straßencafe saß und die hübschen Frauen vorbei flanieren sah, deren Vater ich sein könnte…